Juni 2011

Bohnet befördert gigantischen Transformator durch Flensburgs Straßen

Es war der größte und spektakulärste Transport, der jemals durch die Flensburger Innenstadt gerollt ist.  Der 45 Meter lange Bohnet-Schwerlaster hatte einen 196 Tonnen schweren Transformator geladen, der von der Werft zum Umspannwerk der Stadtwerke transportiert werden musste.

Nach wochenlangen Vorbereitungen konnte der Transport um 23:45 Uhr endlich in Richtung Ziel aufbrechen. Aufgrund der enormen Höhe von fünf Metern mussten an diversen Kreuzungen Ampelanlagen gedreht sowie verschiedene Verkehrsschilder demontiert werden. Gleich zu Beginn hatte der insgesamt 300 Tonnen schwere Koloss eine siebenprozentige Steigung zu bewältigen, die den Einsatz eines Schubfahrzeugs erforderte und von der erfahrenen Schwerlast- und Projektspedition ohne Probleme gemeistert wurde.

Das nächste Hindernis ließ jedoch nicht lange auf sich warten.  An der nächsten Kreuzung konnte der Transport aufgrund der großen Länge nicht – wie eigentlich erforderlich – nach rechts abbiegen.  Doch auch hierfür hatten die oberschwäbischen Schwerlastexperten eine Lösung parat. Der Schwerlaster fuhr zunächst nach links und die Fahrer bereiteten durch umhängen der  4-Achs-Zugmaschine die Richtungsänderung des Transports vor, der anschließend weiter in Richtung Ziel rollte.

Trotz der nachtschlafenden Zeit ließen sich viele Interessierte den bis dato schwersten Transport durch Flensburg nicht entgehen. Gegen 1 Uhr morgens hatte der Koloss das Umspannwerk der Stadtwerke erreicht. Die schwierigste Passage stand jedoch noch bevor. Der Schwertransport musste eine aus Stahlplatten und Sand eigens angelegte Zufahrt bewältigen. Nach gut zwei Stunden hatte der Transformator jedoch sein Ziel erreicht und konnte am nächsten Vormittag an seinem Einsatzort installiert werden. 

Video zum Transport:

Mai 2011

Bohnet koordinierte Transport einer kompletten Windkraftanlage

Die Bohnet GmbH hat im Sinne der ökologischen Nachhaltigkeit ein Windrad von Polen und verschiedenen Abgangsorten in Deutschland zum Windpark Stötten bei Geislingen an der Steige transportiert. In 18 Spezialtransporten wurden u.a. fünf Turmsektionen, ein Generator sowie drei Rotorblätter mit einer starren Länge von 49 Metern zum Zielort befördert.

 

Nach der erfolgreichen Fahrt durch die schmalen Straßen von Geislingen stellte die Stöttener Steige eine besondere Herausforderung dar, da diese sehr eng und extrem steil verläuft. Die Projektspedition hatte deshalb vor dem Transport der Rotorblätter umfassende organisatorische Vorkehrungen zu treffen: Äste wurden gesägt, Kies aufgeschüttet und Verkehrsschilder entfernt.

Anschließend mussten die Rotorblätter aufgrund ihrer enormen Länge zunächst rückwärts die Steige hoch manövriert werden. Mit millimetergenauem Fingerspitzengefühl bereiteten die Schwerlastexperten die Richtungsänderung des Schwerlasters vor und stießen rückwärts in einen eigens befestigten Waldweg ein, der als Wendeplattform fungieren musste. Nun konnte der Tieflader endlich vorwärts den restlichen Anstieg bewältigen und die Windkraftanlage zu ihrem Einsatzort transportieren, wo sie umgehend aufgebaut und in Betrieb genommen wurde.

Die reibungslose Koordination und Durchführung der diversen Spezialtransporte verdeutlicht einmal mehr die Kernkompetenz der Bohnet GmbH in Sachen Projektmanagement und -abwicklung.

   


Video zum Windkraftprojekt:

April 2011

Bohnet verlagert sechs Automobilpressen von Deutschland nach Ungarn

An der Produktionsverlagerung zweier Modellreihen eines deutschen Automobilherstellers nach Osteuropa ist auch die Bohnet GmbH maßgeblich beteiligt. Die Projektspedition trägt die Verantwortung für den Transport von sechs Pressenlinien von Baden-Württemberg nach Ungarn.

Auch vor namhaften deutschen Automobilherstellern macht der allgemeine Trend der Produktionsverlagerung nach Osteuropa in der Automobilindustrie keinen Halt. In einer neuen Produktionsstätte in Ungarn werden zukünftig zwei Baureihen eines führenden Automobilproduzenten für den Weltmarkt hergestellt. Werksverlagerungen erfordern einen enormen logistischen und organisatorischen Aufwand, der eine Zusammenarbeit mit einem zuverlässigen und leistungsfähigen Transportunternehmen unabdingbar macht. Einen solchen findet der schwäbische Automobilhersteller in der europaweit führenden Projektspedition Bohnet GmbH.

Die oberschwäbischen Schwerlastexperten realisieren die komplette Verlagerung von sechs riesigen Automobilpressen. Das Projekt umfasst dabei siebzig Schwertransporte mit einem Gewicht von bis zu 130 Tonnen, die größtenteils im kombinierten Verkehr gen Ungarn befördert werden. Eine logistische Meisterleistung.

Diese beginnt bereits bei der Ausfuhr aus dem Werk im Großraum Stuttgart. Der unzureichende Rangierplatz macht die Ausfahrt der voluminösen Pressenteile mit einem Standard-Equipment unmöglich und erfordert den Einsatz innovativster Technik. Die Bohnet GmbH setzt deshalb für die Werkausfuhr ein brandneues, selbstfahrendes Achsmodul mit einer Nutzlast von bis zu 250 Tonnen ein. Das Vier-Achs-Fahrwerk „Scheuerle InterCombi mit Power Booster“ ermöglicht es, Schwerteile ohne Zugmaschine über kurze Strecken per Joystick zu transportieren. „Durch kontinuierliche Investitionen in unseren Fuhrpark verfügen wir permanent über ein modernes Hochleistungs-Equipment, welches uns erst ermöglicht, solch anspruchsvolle Logistikprojekte erfolgreich durchzuführen“, meint Geschäftsführer Peter Bohnet.

Schwerteile über 100 Tonnen werden von der DEKRA-zertifizierten Spedition im Stuttgarter Hafen auf ein Binnenschiff umgeschlagen und über Neckar und Rhein bis zum ungarischen Donauhafen Dunaújváros befördert. Dort werden die Pressenteile wieder auf einen Bohnet-LKW verladen und die letzte Etappe bis zum Zielort transportiert. Die Schwergüter haben eine weite Reise von mehr als 1.000 km hinter sich, wenn sie endlich an ihrem neuen Einsatzort eintreffen.